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Oberlausitzer Sechsstaedtebund (4 von 6)


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Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau – diese sechs Staedte in der Oberlausitz schlossen 1346 in Löbau ein Bündnis zum gemeinsamen Schutz der Handelswege. Zu jener Zeit war der Landfrieden oft in Gefahr. Die reiche Ober- lausitz weckte Begehrlichkeiten bei den Maechtigen der umliegenden Gebiete, wichtige Handelsstrassen wie die Via Regia wurden von Wegelagerern und Raubrittern heimgesucht. Der Sechsstädtebund bekam 1355 auch die Zustimmung des späteren Kaisers Karl IV. Er ernannte die Städte zu "Hütern des Rechtes und Gesetzes der Ordnung und des Friedens" und gab ihnen die Vollmacht in "des Königs Namen" Urteile zu vollstrecken. Damit lag die Gerichtsbarkeit des Landesherrn nun in der Hand des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Ein umfassender Feldzug begann damals gegen Orte und Raubritterburgen, von denen Ueberfaelle auf Warentransporte ausgingen. Die sechs Städte zogen mit ihrem Kriegsvolk sogar bis in die Mark, um Raubnester derer zu stürmen, die sich zuvor zum Rauben und Plündern in die nun nicht mehr schutzlose Oberlausitz gewagt hatten und "brannten ab all die Höfe, die böse Leute gehalten hatten". (1)


Der Niedergang des Sechsstaedtebundes ging nach 200 Jahren Bluetezeit einher mit dem sogenannten Poenfall, einer drastischen Strafe, die der böhmische König Ferdinand I. im Sommer 1547 gegen die sechs Staedte verhaengte, weil diese im Schmalkaldischen Krieg ihr Soeldnerkontingent genau nach Ablauf der vereinbarten Frist kurz vor der Schlacht bei Mühlberg entlassen und damit die Kriegspartei des Koenigs und seines Bruders Kaiser Karl V. geschwaecht hatten. Die Staedte wurden des Landesverrats angeklagt und verfielen der höchsten Strafe, dem böhmischen Landrecht bekannten »Pön«, die in Verlust der Ehre, des Leibes und Gutes bestand. Sie mussten sich auf Gnade und Ungnade ergeben, verloren ihre Stadtgüter, ihre Privilegien (freie Ratswahl und Gerichtsbarkeit) und ihr Geschütz, mußten zusammen 100.000 Gulden als Strafsumme aufbringen und auf ewige Zeiten dem Landesherrn eine Abgabe vom Bierbrauen bewilligen. Wenn auch nach 1557 schrittweise im wesentlichen die früheren Zustände wieder hergestellt wurden, so bedeutete der Poenfall doch wirtschaftlich eine schwere und lange nachwirkende Schädigung der betroffenen Städte. Wehrhafte Befestigungsanlagen, imposante Rat- und Buergerhaeuser und eindrucksvolle Kirchen kuenden noch heute von jener Zeit. 1815 endete das Buendnis auf Grund der Bestimmungen des Wiener Kongresses.


Bautzen






Alte Wasserkunst - Spreeseite

Alte Wasserkunst - Stadtseite









Michaeliskirche

Muehltor - Stadtseite









Muehltor - Feldseite

An der Muehlbastei - Feldseite








Goerlitz









Reichenbacher Tor und Kaisertrutz

Reichenbacher Tor - Feldseite









Kaisertrutz

Kaisertrutz und Reichenbacher Torturm









Untermarkt mit Altem Rathaus

Am Nicolaiturm









Nicolaiturm

Stadtmauer am Nicolaiturm - Stadtseite









Mauer an der St. Peter u. Paul Kirche

Mauer an der St. Peter u. Paul Kirche









Altstadtbruecke ueber die Neisse

Ochsenbastei









Frauenturm (Dicker Turm)










Kamenz









Stadtschreiberbastei (Pichschuppen)

Stadtschreiberbastei Feldseite









Klostertor

Moenchsmauer an der Klosterkirche









An der Moenchsmauer

Roter Turm Feldseite









Rathaus

Hauptkirche St. Marien









Hauptkirche St. Marien innen (HDR)

Wehrkirche Katechismuskirche








Loebau



















Lauban (Lubań)









Mauerturm Feldseite Nordwestbereich

Mauerturm Stadtseite Nordwestbereich









Mauerzug Stadtseite Nordostbereich

Rathaus und Kraemerturm









Salzhaus

Turm Nordwestseite








Mauerzug Nordwestbereich

Mauer Stadtseite am Salzhaus








Zittau






















Quellen:



de.wikipedia.org/wiki/Oberlausitzer_Sechsstaedtebund


de.wikipedia.org/wiki/Oberlausitzer_Poenfall


www.oberlausitz.com




www.bautzen.de (1)











www.panoramaburgen.de


 
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